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A tavola con Piccoli: Valpolicella, Geschichten und Geselligkeit

Ein Rückblick auf das Abendessen vom 12. Juni mit Alice von Piccoli: Valpolicella-Weine, passende Gerichte und die schöne Leichtigkeit des gemeinsamen Tisches.

Es gibt Abende, die gelingen, weil sie nicht zu sehr konstruiert wirken. Das Abendessen vom 12. Juni mit Piccoli, Teil unserer Reihe „A tavola con...“, war genau so ein Abend: leicht, angenehm, voller Geschichten und neugierig geteilter Gläser.

Alice nahm uns mit in die Geschichte ihrer Familie und ihres Weinguts, ausgehend vom Monte La Parte. Piccoli ist ein kleines Weingut in der Valpolicella mit rund 45.000 Flaschen Produktion und einem Keller in einem ehemaligen Tuffsteinbruch. Bevor der Wein im Mittelpunkt stand, war dieser Tuff Teil der Familiengeschichte. Heute ist daraus ein unterirdischer, natürlich kühler Keller geworden, eng verbunden mit Fels und Erde.

Was uns besonders geblieben ist, ist die Idee eines kleinen Weinguts, das den Ausdruck des Gebiets sucht, ohne ihn zu erzwingen. Weine, die das Gericht nicht überdecken, sondern es mit Persönlichkeit und Balance begleiten.

Wir begannen mit einem kleinen Hefeteig aus der Pfanne mit Auberginen-Parmigiana und geräucherter Ricotta. Dazu gab es Zefiro, ihren Valpolicella: frisch, leicht und knackig. Ein gekühlter Rotwein zu einem pizzaähnlichen Gericht hat viele Gäste überrascht und gezeigt, wie gut ein ungewohnter Ansatz funktionieren kann.

Danach kamen Maccheroncini mit Ochsenschwanzragù, ein intensives Gericht rund um den quinto quarto. Der Ripasso dazu zeigte eine elegante, weniger erwartbare Seite dieses Weintyps: Struktur, aber auch Feinheit und Klarheit.

Der Hauptgang verband Apulien und Verona: Bombette mit Monte Veronese, begleitet von Rocolo, einem Valpolicella Superiore, der an die Methode des Amarone erinnert, ohne schwer zu werden. Die lebendige Säure machte die Kombination besonders spannend.

Zum Dessert stand die Kirsche im Mittelpunkt: Cherry Tart mit Adone, dem Recioto della Valpolicella von Piccoli, seit Kurzem Slow-Food-Presidio. Ein weicher, territorialer Abschluss.

Zum Schluss kam Emblema ins Glas, fast wie eine letzte Geschichte vor dem Abschied: ein Meditationswein, langsam zu trinken, mit Zeit für eine letzte Frage und einen letzten gemeinsamen Gedanken.

Solche Abende lieben wir: wenn der Produzent nicht auf Distanz bleibt, sondern Teil des Tisches wird. Der Wein wird zur Geschichte, das Essen zur Gelegenheit, und die Gäste fühlen sich in derselben Unterhaltung. Wie zu Hause, wie unter Freunden.

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